Social Media – jetzt auch als Vorlesung

Gepostet von am Okt 1, 2011 in Blog, News, Talk | Kommentare deaktiviert

Social Media – jetzt auch als Vorlesung

Wie verändert sich eigentlich die Medienlandschaft durch neue, soziale Medien? Welche Auswirkungen haben neue Medien auf etablierte Geschäftsmodelle, wie verändert sich die Art und Weise, wie Unternehmen mit Ihren Anspruchsgruppen kommunizieren, und welche Form von Gesellschaft resultiert aus diesen Umwälzungen?

All diesen Fragen und noch einigen mehr widmen wir uns dieses Herbstsemester im Rahmen unserer Vorlesung Medien- und Kommunikationsmanagement an der Universität St. Gallen. Dabei beleuchten wir aus ökonomischen, sozialen und technologischen Blickwinkeln, wie sich Kommunikationsprozesse und strategische Handlungsmöglichkeiten durch neue, soziale Medien verändern.

Wir sind der Auffassung: Soziale Medien ändern die Spielregeln der Unternehmenskommunikation grundlegend – in einem von sehr vielen Akteuren geprägten Umfeld muss man sich sehr genau überlegen, wen man wie anspricht. Vor diesem Hintergrund behandelt die Vorlesung verschiedene Aspekte der Unternehmenskommunikation sowie kommunikative Aspekte der Produkt- und Leistungserstellung. Aber was machen wir genau?

Zum Einen zeigen wir in der Vorlesung die wichtigsten aktuellen ökonomischen, technologischen und sozialen Entwicklungen im Internet auf, und die daraus erwachsenden Implikationen für Unternehmen im Allgemeinen und für Marketing und Kommunikation im Speziellen.

Zum Anderen werden wir versuchen, die Entwicklungen werden in einen grösseren Zusammenhang einzuordnen, mit dem Ziel, nicht nur aufzuzeigen, was passiert, sondern auch warum etwas passiert. Hierzu gehen wir dann auf eine Reihe wissenschaftlicher und kultureller Hintergründe eingegangen, angefangen bei den Eigenschaften sozialer Netzwerke, der (Sub-)Kultur von Internet-Communities, der Eigenarten digitaler Medien bis hin zu Fragen wie Transparenz, Aufmerksamkeit und Macht.

In praktischer Hinsicht gehen wir erstens der Frage nach der Zukunft der Aufmerksamkeit und der Inhalte nach – wie erreicht man zum Beispiel seine Zielgruppen in einem zunehmend fragmentierten Medienumfeld noch, und was bedeutet dies für die Produktion, Autorenschaft und Qualität von Botschaften und Inhalten?

Zweitens gehen wir der Frage nach dem Aufbau von Vertrauen in Sozialen Medien nach. In einem Medienumfeld, wo Aufmerksamkeit kein Alleinstellungmerkmal von Unternehmen mehr ist, stellt sich unserer Meinung nach die Frage, wie der Umgang mit Zielgruppen gestaltet werden muss, um soziales Kapital mit diesen zu schaffen und um Reputationskrisen zu vermeiden.

Drittens sind wir der Auffassung, dass es wichtig ist zu lernen, nicht nur die richtigen Dinge zu tun, sondern auch, den richtigen Ton zu treffen. Daher gehen wir in der Vorlesung auch auf die wichtigsten Neuerungen in der Ansprache von Zielgruppen ein, und zeigen, inwiefern ein Umdenken in Marketing und Kommunikation notwendig ist.

Zusammen hoffen wir so, den Teilnehmern dabei eine Reihe von praktischen Massnahmen und Best Practices an die Hand zu gegeben, um später in ihren Unternehmen die richtigen Voraussetzungen und Analysetechniken zu etablieren, um erfolgreich eine Stimme in neuen, sozialen Medien zu finden.

Die Einführungsveranstaltung zur Frage wie schaffen und erhalten Organisationen Soziales Kapital im Web 2.0 erhalten Sie hier: