Interne und Veränderungskommunikation

Unter interner Kommunikation verstehen wir beispielsweise folgende Fragen: Wie schlägt das Herz einer Organisation? Wie kann eine Organisation ihre Kultur aktiv managen? Wie kann man als Unternehmer seine Organisation auf Veränderungsprozesse vorbereiten dabei und alle Mitarbeitenden gleichermassen ansprechen? Wie kann die interne Kommunikation so gestaltet werden, dass alle Beteiligten emotional und intellektuell erreicht werden?

 

Diesen Fragen gehen wir in einer Reihe von Beratungsprojekten nach – Wir erheben und analysieren die kulturelle DNA eines Unternehmens, die Wahrnehmungen der Mitarbeiter und die zentralen Verbesserungspotentiale der internen Kommunikation. So können Mitarbeiter mitgenommen und motiviert werden, wenn strategische Veränderungen umgesetzt werden sollen. Wir unterstützen bei der Neugestaltung von Unternehmensidentitäten und der aktiven Einbindung der Mitarbeiter in diese Veränderungsprozesse. Wir beschäftigen uns nicht nur mit dem Status Quo der internen Kommunikation, sondern schauen uns auch zukunftsgerichtete Fragestellungen an.

 

 

Wir unterstützen zum Beispiel seit Jahren die Kempinski Hotelgruppe bei der Neugestaltung ihrer Unternehmensidentität und der aktiven Einbindung der Mitarbeiter in diese Veränderungsprozesse. Unsere DNA-Projekte konzeptualisieren und implementieren ein Kulturmanagement-Konzept, das aus dem Kernbild des Unternehmens abgeleitet ist. Bei diesem erzählgesteuerten Ansatz dienen reale Geschichten, die im Laufe von Interviews auf allen Unternehmensebenen gesammelt werden, als aussagekräftiges Mittel, um die unternehmens-eigene Kultur und Werte allen Mitarbeitenden in allen Regionen gegenüber hervorzuheben.

 

 

Ziel von DNA-Projekten ist die Umsetzung eines Rahmenkonzepts für ein Kulturmanagement: Das gesamte Potenzial einer gemeinsamen Kultur kann nur zum Tragen kommen, wenn jeder einzelne Mitarbeitende, der zum Erlebnis, das die Organisation bietet, beiträgt, die gemeinsamen DNA-Werte vollständig erfasst und sich ihnen verpflichtet fühlt. Nur wenn eine konsistente interne Marke vorhanden ist, kann auch ein konsistentes Kundenerlebnis geboten werden. Die interne und die externe Markenbildung gehören untrennbar zusammen.

Zu diesem Zweck haben wir einen partizipativen, geschichtenbasierten Ansatz entwickelt – Mitarbeiter werden dabei in einen Dialog über ihre persönlichen Erfahrungen eingebunden und es wird erforscht, wie sie DNA-Werte leben (bzw. besser leben könnten). Einprägsame Geschichten schaffen eine lebendige Verbindung zwischen globalen Botschaften und dem individuellen Umfeld, in dem der Einzelne arbeitet. Durch sie kann ein tieferes Verständnis entstehen, da Mitarbeitende und Führungskräfte gruppenweit geltende Werte mit ihren Alltagsaktivitäten verweben. Der Austausch realer Erfahrungen mit den DNA-Werten hilft den Mitarbeitenden dabei, ihre gemeinsame Kultur spürbar und persönlich werden zu lassen.

 


DNA-Projekte werden in einem zweistufigen Ansatz durch die Festlegung einer Unternehmensagenda und örtliche Schulungen eingeführt. Durch speziell auf die Zielgruppen ausgerichtete Trainingsprogramme in allen Regionen werden die Mitarbeitenden darin geschult, als DNA-Botschafter zu fungieren. Der Einsatz und das Sammeln individueller Geschichten der Mitarbeitenden, die mit den Unternehmenswerten in Zusammenhang stehen, erleichtern den Zugang zur DNA-Botschaft und gestalten sie einprägsamer. Dabei kommt ein kaskadierender Kommunikationsprozess zum Tragen, der in der Unternehmensspitze einsetzt. General Manager und Abteilungsleiter, die ihre Geschichten erzählen und sich den DNA-Werten verpflichtet fühlen, inspirieren andere dazu, ihre Geschichte beizutragen und aktiv an der Umsetzung der DNA-Werte bei ihrer jeweiligen täglichen Arbeit mitzuwirken.

Während der Projekteinführung werden Geschichten auf allen Managementebenen gesammelt und im Lichte der Werte ausgelegt. Schliesslich werden sie über Medienberichterstattung im Unternehmen, in Broschüren und Schulungsunterlagen gruppenweit zugänglich gemacht. Begleitende Massnahmen, Einstellungsverfahren, eine neue Mitarbeiterausrichtung und interne Kommunikation tragen dann dazu bei, das DNA-Projekt im gesamten Unternehmen weiter umzusetzen und zu verankern.

DNA Session collateral

Im gesamten Jahr 2010 hat percipe dazu beigetragen, die Forschungsergebnisse des vorangegangen Jahres in die Praxis umzusetzen, und Kempinksi bei der Gestaltung des Projekts unterstützt. Zusätzlich wurden Erkenntnisse aus der Literatur zum Storytelling, Kulturmanagement und der internen Kommunikation zur Verfügung gestellt und auf die Situation von Kempinksi angewandt. Weiterhin unterstützte wir Kempinski bei der spezifischen Gestaltung der Pilotphasen und stand bei der Umsetzung der Ergebnisse aus dem ersten DNA-Projekt in Programme für Mitarbeiterschulungen und Massnahmen im Kulturmanagement zur Seite.